Oder: von fliegenden Pinguinen und gereizten Reisenden. Nach etwas Blog-Pause gibt es nun wieder ein paar Infos.
Der Flug war bis nach Minneapolis okay und ging schneller rum, als wir gedacht haben. Aber dann kam die letzte Strecke mit etwa 3.5 h, die sich unendlich lange hingezogen haben. Es gab nur einmal etwas zu Trinken und das war einer der Gründe, warum meine blonde Begleiterin zunehmend gereizter wurde. Der fehlende Schlaf wird sein übriges beigetragen haben. Weiter ging es nach dem Gepäckband (nichts ging verloren, puh!) zum vorgebuchten Sammeltaxi und nach kurzer Wartezeit dann endlich auf die letzte Strecke. Was kann jemanden mit wenig Schlaf und in gereiztem Zustand jetzt noch mehr nerven, als eine eiskalte Klimaanlage, die einem mitten ins Gesicht bläst? Richtig, ein quängelndes Kind auf dem Rücksitz und zwei mexikanische Damen, die sich ununterbrochen unterhalten. Wenn dann der Fahrer beim Gast vor uns ewig zum Abkassieren braucht, dann legt Fabian sich schon mal Entschuldigungen zurecht, um das angekündigte “ich platz hier gleich” wieder gut zu machen. 2 Minuten später waren wir am Hotel und nach einer Dusche sah die Welt gleich ganz anders aus. Obwohl wir doch ziemlich müde waren, haben wir noch einen Spaziergang zu Denny’s Diner gemacht, um uns mit Burger, Chicken Wings und Bud Light auf Amerika einzustimmen.
Im Flugzeug über den Atlantik hatten wir übrigens jeder sein eigenes “Personal Entertainment System”, mit dem man viele verschiedene Filme und ein paar Spiele anschauen/spielen konnte. Dafür war in der Armlehne eine Fernbedienung mit ziemlich vielen Tasten untergebracht, die man je nach Verwendung senkrecht oder waagerecht halten musste. Das hat etwas an die Nintendo Wii erinnert. Einmal hab ich wohl zu viele Tasten hintereinander gedrückt, denn es passierte nichts mehr und nach 2 Minuten wurde der Bildschirm schwarz und es lächelte mir ein Pinguin neben ganz viel kleinem weißem Text entgegen. Die Bildschirme laufen also alle eigenständig mit Linux. Echt interessant! Und weil das alles so spannend war und man einen Film nach dem anderen sehen konnte, war es schneller als wir dachten kurz vor der Landung und damit zu spät zum Schlafen.
Die Einreise war okay. Der Beamte hat sich aber darüber beschwert, dass alle Leute immer nach “Vegas” wollen. Ansonsten lief es aber alles gut ab. Nach der dritten Sicherheitskontrolle auf der Reise konnten wir auch endlich den letzten Flieger “boarden”.
Das Hotelzimmer in Anaheim ist schön und hat alles, was man sich wünscht. Deshalb haben wir uns sofort wohl gefühlt und so konnte der Urlaub richtig beginnen. Gleich nebenan ist Disneyland und ein weiterer Freizeitpark von Disney mit noch mehr Achterbahnen. Morgens ist es meist komplett bewölkt und diesig, klart aber sehr schnell auf und ab 10 Uhr ist es wolkenlos und damit sonnig. Das war bisher jeden Tag so! Jeden Tag gab es das Frühstück auch aus Styropor-Geschirr. Das ist für den Kaffee okay, aber für Corn Flakes und Toast wären harte Teller besser. In Deutschland könnte sich ein Hotel das nicht leisten, aber hier stößt es niemanden…

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