27 Grad im Oktober!

Die aktuellen Temperaturen nehme ich zum Anlass, über Fahrenheit und Celsius zu schreiben.  Und über komische Leute, die trotz einiger noch in kurzer Hose und teilweise sogar T-Shirt herumlaufen – ein Phänomen, das ich bisher nur von Engländern aus der Gütersloher Fußgängerzone kannte.

Ray Bradbury: Fahrenheit 451 Fahrenheit erinnert mich auch immer an den Roman Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, den ich in der Schule gelesen habe lesen sollte.  Glücklicherweise gab es ja die schönen Zusammenfassungen, aber das ist eine andere Gechichte …

So, zurück zu den Temperaturen – kurz gesagt: Es ist kalt, wirklich! Steht ja auch im Titel. Heute Nacht war es 27°F, also -2,7°C.  Jetzt sind es glücklicherweise wieder 41°F (+5°C). Sind die Zahlen verwirrend? Ich kann mich noch nicht daran gewöhnen und muss immer noch umrechnen.  Ich bin wohl zu sehr mit meinen Celsius-Zahlen „belastet“.

Fahrenheit ist schwer im Kopf umzurechnen (ich kann es noch immer nicht), aber doch irgendwie einfach zu merken.  Es zählt ja auch nur, wie sich eine bestimmte Zahl anfühlt.  Oftmals wird bei den Temperaturen z.B. von „in den 70ern“ gesprochen.   Dadurch, dass die Skala weiter gestreckt ist als bei Celsius, ergeben sich mehr gefühlte Temperaturbereiche.

Fahrenheit und Celsius leichter verstehen (gerundet)

Fahrenheit_Celsius_scales0-29: Der Winter ohne Minus

  • 0° F = -18° C: Das ist wirklich kalt und war die tiefste Temperatur im Winter 1708/09, als Fahrenheit die Skala aufstellte.  Er wollte dadurch negative Temperaturen vermeiden.
  • ab 10° F = -12° C
  • ab 20° F = -7° C

30-59: Fall – Herbst

  • ab 30° F = -1° C: Der 30er-Bereich ist „Fast-Schnee“.
  • ab 40° F = 4° C
  • ab 50° F = 10° C: Das scheint für einige die Grenze für kurze Hosen und Flip-Flops zu sein. Jedenfalls war es länger so kalt und trotzdem sah man noch solche Kleidung.  Ich fand es da schon ordentlich kalt und hatte oft eine Jacke mit.

60-99: Warmer Sommerwind?

  • ab 60° F = 16° C: Mit ein bisschen Sonne fängt hier das T-Shirt-Wetter an.
  • ab 70° F = 21° C: Joa, das wird richtig angenehm.  Temperaturen in den 70ern werden allgemein als
  • ab 80° F = 27° C: Ab 75 springen hier die Klimaanlagen an und kühlen die Luft runter.  Der Bereich der 80er tendiert schon leicht in die Richtung der nervigen Temperaturen, wenn man nicht grad Urlaub oder Feierabend hat!
  • ab 90° F = 32° C: Dieser Bereich eignet sich nicht für Freiluft-Erkundungen.  Hier freut man sich wirklich, wenn überall Klimaanlagen sind!

über 100: Ungewöhnlich und nicht überall

  • ab 100° F = 37° C: Solche Temperaturen erlebt man eher in Las Vegas oder Phoenix.  Die meisten Ostküstenstädte bleiben darunter (wie in Deutschland ja auch meist)
  • ab 110° F = 43° C: Ich kann mich dran erinnern, diese Werte in Phoenix gesehen zu haben oder nah dran (108/9)

Übrigens …

  • 451 °F ist die Selbstentzündungstemperatur von Papier.
  • Der Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit (*1686) stammt aus Danzig (damals noch Deutschland)
  • Der Schwede namens Anders Celsius wurde in Uppsala geboren. Klingt komisch, ist aber so. 🙂

Ungeklärt ist, ob die Leute, die bei diesen Temperaturen in kurzer Hose herumlaufen, nicht frieren, dumm sind oder einfach nur cool sein wollen …

2 Kommentare zu “27 Grad im Oktober!”

  1. Jonas Rademacher 16 Oktober 2009 at 08:18 #

    Also auf der Flugschule hab ich mal ne Faustformel gelernt, aber ich flieg ja so selten in die USA… Ich glaub die ging so:

    (°F-32)/2=°C

    Hieße bei 100°F (100-32)/2=34 also ca. 34°C. Oder eben bei 27°F (27-32)/2=-2,5 also ca. -2,5°C. Umgekehrt dann eben °C*2+32=°F.

    Hier in Kempen sind es übrigens immer so um die 52°F. 😉

    Gruß,
    Jonas.

  2. Kathi 16 Oktober 2009 at 08:38 #

    Ey Dschonäss, warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht, was? Ich find‘ Fabians 30er Schritte irgendwie leichter zu behalten :-p

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