Ohne Auto geht es eben (am Anfang) doch nicht

Nach einigem Überlegen und Herumsuchen bin ich heute zur eigentlich nicht so weit entfernten Mietwagen-Station gegangen. Eigentlich deshalb, weil es doch ziemlich weit war zu Fuß. Das hat mich in meinem Empfinden bestätigt, dass vieles nicht so einfach ist, wie ich gedacht habe. Die Entscheidung war aber richtig.

lg_2009_toyota_corolla_european_version_001Ich habe mal nicht per Internet reserviert, sondern bin persönlich vorbeigegangen. Das war auch richtig gut, weil mich der Typ am Tresen beraten konnte und mir alles gut erklärt hat („student, eh?“). Den 10%-Rabatt für Studenten gab es noch obendrauf. Bekommen habe ich einen Toyota Corolla, aber nicht so wie man ih  in Europa kennt, sondern in der typischen amirikaischen Form, in der es fast alle Autos (abgesehen von den Gelndewagen) gibt: Sedan (wie ein Nicht-Kombi-Passat).

Garmin StreetPilot c300 SeriesVom letzten Urlaub weiß ich noch: Die 10 oder 15 Dollar für ein Navi sollte man auf keinenfall sparen! Sonst ist man ganz schnell verloren. Und so kam es dann auch, weil ich es erst nicht angemacht hatte und ja „genau weiß“, wo das Einkaufzentrum ist.

Das interessante in Amerika ist, dass alles viel größer ist. So auch die ganzen Einkaufsketten. Der Target (übrigens französisch ausgesprochen wie „Tarjäih“) ist mindestens so groß wie der Ratio in Bielefeld, wahrscheinlich sogar doppelt so groß. Dafür gibt es dort aber ziemlich alles, etwa wie im Real. Ich habe die Chance genutzt (dafür war ja das Auto da) und habe mich mit den fehlenden Dingen eingedeckt:

  • Matrazenauflage, weil die Matraze in irgendeinem schwerentflammbaren Kunststoff eingepackt ist und dadurch hart und etwas Luftmatrazen-ähnlich wirkt.
  • (größeres) Kissen, weil ich nur ein kleines mitgenommen habe und das doch etwas klein zum gemütlichen Schlafen ist.
  • Getränke, Getränke, Getränke! Die lassen sich im Bus so schlecht transportieren. Mit dabei auch sprudelndes Pellegrino (gibt es ja mittlerweile auch im Lidl).
  • 1 Tasse (war sehr schwer zu finden)! Damit die Plastikbecher für das heiße Kaffeewasser in der Mikrowell nicht schmilzen.
  • Und ziemlich viel anderen Kram, der das Leben hier angenehmer macht.

Alles wurde an der Kasse in geschätzte 83 Plastiktüten („Is plastic okay?“) verpackt. Sowas ist praktisch, wenn die Milch mal nicht richtig dicht, aber zum Transport in die Wohnung nicht. Dafür musste dann der leere Rollkoffer herhalten und hat alle Tüten brav aufgenommen. Der Vorteil: Jetzt jhabe ich gleich auch Müllbeutel! ;-

Morgen fahre ich nochmal hin, wenn die Regale wieder voller sind. Heute war nämlich in Bentley (und evtl. auch Brandeis) Move-In Day. Da haben die Mamas und Papas ihre Erstsemester zum College gebracht und sind gleich mit ihnen einkaufen gewesen. Alles ratzeputze-leer. Schere, Tacker und Nachttischlampe müssen erst noch nächtens nachgefüllt werden…

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Ein Kommentar zu “Ohne Auto geht es eben (am Anfang) doch nicht”

  1. Kathi 6 September 2009 at 21:37 #

    *lach* das mit den Müllbeuteln war mein erster Gedanke 🙂

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