Tagesarchiv für den 19. September 2008

Hubschrauberflug mit Höhen und Tiefen

Der Flug war wirklich gut. Allerdings saß ich hinten zwischen zwei ziemlich kräftigen Männern, die die Sicht zum Fenster teilweise komplett blockiert haben. Ich war ganz schön genervt davon, weil ich ja auch dasselbe bezahlt habe wie die anderen. Und ich kann ja von den anderen auch nicht verlangen, dass sie mir die Sicht freimachen. Birgit saß dagegen vorne neben dem Piloten und konnte sogar nach unten schauen. Ich habe mich danach erstmal richtig beschwert und einen Preisnachlass verlangt. Mein Chef sagt immer: „Wenn man sich ärgert, soll man seinem Ärger auch Luft machen und ruhig bei denen, über die man sich ärgert.“ Der Typ an der Information wollte mir das Souvenir-Foto statt für 20 Dollar umsonst geben, aber das fand ich schon eine Frechheit. Mein Reiseleiter hätte einen weiteren Flug herausschlagen können, was aber wieder alles verzögert hätte und wir wollen ja noch etwas vom Canyon von unten sehen. Nach eine Rücksprache mit Birgit kam mein Reiseleiter auf mich zu und konnte doch noch ca. 30% und das Foto herausholen. Das ist okay und jetzt sind wir wieder auf dem Weg zur Südkante. Ich hab ja auch was gesehen, wollte aber wirklich nicht den vollen Preis bezahlen. Birgit hat von vorne richtig gute Fotos machen können. Also belassen wir es bei dem Rabatt und nehmen auch das Foto.

Der erste Blick auf den Grand Canyon

Da sind wir nun an einem der sieben (natürlichen) Weltwunder. Unser Tourpost_contente hatte eine tolle Idee und hat ein Seil ausgerollt, am dem wir uns alle festgehalten haben. Dann sind wir mit geschlossenen Augen die letzten 20m bis zum Rand gelaufen und haben sie erst dann aufgemacht. Man kennt ja Bilder vom Grand Canyon, aber die wirkliche Große kann man nicht in einem Foto festhalten. Das beeindruckende ist, dass man vor einem riesigen „Loch“ steht und z.B. 26 km weit und fast 1,5 km tief blicken kann.während man ewig nur geradeaus und ohne Berge übers Land fährt, kommt auf einmal dieser Abgrund mit dem Canyon. Es fängt nicht langsam an, sondern ist einfach da. Wir sind hier auf 2100 m Höhe auf einem Hochplateau, das größer als der Staat Arizona ist. Der Colorado River (fließt von den Rocky Mountains bis in den Golf von Mexiko) hat zusammen mit starken kurzen Regen den lockeren Wüstenboden langsam abgetragen. Mehr dazu könnt ihr sicher bei Wikipedia nachlesen. Morgen haben wir den ganzen Tag hier. Birgit und ich machen einen Hubschrauberflug.

Sedona im Red Rock Country

Viele Western sind hier gedreht und es war auch der Ort für unser Gruppenfoto. Wir befinden uns in Sedona am Bell Rock. Leider kann man die Eindrücke nicht so gut im Foto festhalten.
Gleich halten wir fürs Mittagessen und gehen danach auf Jeep-Tour. Das wird bestimmt cool!

Stop an der Route 66

Auf dem Weg nach Las Vegas haben wir an einem historischen Punkt der Route 66 Halt gemacht. Diese Straße gibt es seit langer Zeit nicht mehr, weil die Strecke nun mit den Freeways viel schneller zurückgelegt werden kann.
Die Route 66 war ursprünglich eine Militärstraße, die nach dem 2. Weltkrieg umgebaut wurde. Die zurückgekehrten Soldaten gründeten Familien und wollten zum Urlaub nach Kalifornien. Dafür brauchten eine vernünftige Straße mit vielen Haltemöglichkeiten. Für schnelle Übernachtungen mit dem Auto wurden außerdem die Motels erfunden. Nur einige der Durchgangsorte haben es geschafft, auf Tourismus umzustellen. Die anderen sind wegen der neuen Freeways und deshalb fehlenden Kunden zugrunde gegangen.