Tagesarchiv für den 11. September 2008

Abendessen mit 50 Leuten bei Dick’s Last Resort

Unser erster gemeinsames Essen nehmen wir in einer ziemlich ungewöhnlichen Kneipe zu uns. Im Gegensatz zu den sonst so übertrieben freundlichen Kellnern brüllen die Leute hier wild und unfreundlich durch die Gegend. Irgendwie ist es aber gut für die Stimmung. Nachher fahren wir noch in ein Kneipenviertel, wo eine 80er-Coverband spielen soll.

San Diego Harbor Cruise

Da sind wir nun auf der Contiki-Tour und es ist echt spannend, was hier so für Leute mitfahren. Ein paar Deutsche sind auch dabei, aber das ist ja nicht so wichtig, weil wir ja auch Englisch lernen wollen.
Nach 2 h Fahrt waren wir in San Diego und haben nach der Stadtrundfahrt gleich eine Tour durch den Hafen gemacht. Da hier ziemlich viel Militär ist, drehte sich die Tour viel um Kriegsschiffe und und Flugzeugträger etc. Das war echt beeindruckend! Fotos sind ja auch dabei.
Die Stadt ist ganz anders als LA und viel schöner. Gleich gegen alle Leute von der Tour gemeinsam Abendessen und danach wahrscheinlich noch weiter. Morgen geht ist zum Killerwal in „Sea World“, wo auch die Leute in den ersten Reihen nass gemacht werden. Das kennt man ja irgendwie.
Übrigens ist die Reihenfolge der ersten Beiträge nicht richtig. Das Speichern und Abschicken hat die zeitliche Anordnung verdreht. Vielleicht korrigiere ich das, wenn ich mal einen Rechner finde. Vom Handy klappt das nicht…

Die kleinen Hindernisse auf dem Weg zum 2. Flug

Damit wir die 2 Stunden zwischen Ankunft und Abflug noch für einen kleinen Snack nutzen konnten, haben wir im ersten Flug schon das Gate und die Boarding-Time nachgeschaut. Zu unserer Überraschung mussten wir fast 2 Stunden vorher da sein. Die 15 Minuten haben wir mit dem Weg dorthin verbracht.
Die erste Hürde: beim Terminalwechsel ist Passkontrolle und da ziemlich viele wechseln, ist die Schlange entsprechend lang. Wir haben vor schon Gedanken gemacht, ob das noch okay ist, aber man muss ja nicht als erster am Gate sein. Irgendwann hat Birgit gesagt: warum sind denn da zwei Schalter und am einen ist keine Schlange? Darüber war ein Schild mit „EU Passports“ und ich bin mal hingegangen. Siehe da, es kann auch einfach sein! Nach vor beiden sind dann auf einmal viele andere auch aus der einen Schlange zu den Europäern gewechselt. War lernt man draus? Nur, weil viele Leute irgendwo anstehen, heißt es nicht, dass es keine Alternativen gibt.
Am Gate angekommen stand der nächste Sicherheitscheck an. Vorher fragte uns ein Typ, ob wir elektronische Geräte mithaben. Ich hab nur das Handy erwähnt. Es fragte weiter nach Kamera und iPod und beides mussten wir bejahen, worauf es oberlehrerhaft meinte: das sind auch elektronische Geräte! Die typischen Fragen nach Grund der Reise etc. wurden in irgendeinem Code handschriftlich mit einen pinkfarbenen Aufkleber auf dem Pass vermerkt. Ich tippe vor allem auf die Anzahl der Geräte, weil wir 0 und 4 draufstehen haben und das passt. Vielleicht prüft der Zoll bei der Wiedereinreise, ob die Geräte mehr geworden sind. Die Deutschen haben es jedenfalls nicht kontrolliert. Dafür hatte der Sicherheitscheck in Düsseldorf deutlich härtere Züge.
Nun denn, nach erneutem Abtasten stellten wir fest, dass wir in einem Warteraum angekommen waren, in dem es nichts zu Essen gab und wir auch noch nicht ins Flugzeug durften. Ein Cola-Automat war da. Aber für Euromünzen. Birgit hatte noch 2,40 EUR für eine 2,60-Cola. Gut, dass jemand sein Wechselgeld dort drin vergessen hatte.
Eine halbe Stunde sind es jetzt noch und so langsam könnten wir mal einsteigen…

Mickey Maus, Styropor-Geschirr und 1 Grad kalte Milch

Oder: von fliegenden Pinguinen und gereizten Reisenden. Nach etwas Blog-Pause gibt es nun wieder ein paar Infos.
Der Flug war bis nach Minneapolis okay und ging schneller rum, als wir gedacht haben. Aber dann kam die letzte Strecke mit etwa 3.5 h, die sich unendlich lange hingezogen haben. Es gab nur einmal etwas zu Trinken und das war einer der Gründe, warum meine blonde Begleiterin zunehmend gereizter wurde. Der fehlende Schlaf wird sein übriges beigetragen haben. Weiter ging es nach dem Gepäckband (nichts ging verloren, puh!) zum vorgebuchten Sammeltaxi und nach kurzer Wartezeit dann endlich auf die letzte Strecke. Was kann jemanden mit wenig Schlaf und in gereiztem Zustand jetzt noch mehr nerven, als eine eiskalte Klimaanlage, die einem mitten ins Gesicht bläst? Richtig, ein quängelndes Kind auf dem Rücksitz und zwei mexikanische Damen, die sich ununterbrochen unterhalten. Wenn dann der Fahrer beim Gast vor uns ewig zum Abkassieren braucht, dann legt Fabian sich schon mal Entschuldigungen zurecht, um das angekündigte „ich platz hier gleich“ wieder gut zu machen. 2 Minuten später waren wir am Hotel und nach einer Dusche sah die Welt gleich ganz anders aus. Obwohl wir doch ziemlich müde waren, haben wir noch einen Spaziergang zu Denny’s Diner gemacht, um uns mit Burger, Chicken Wings und Bud Light auf Amerika einzustimmen.
Im Flugzeug über den Atlantik hatten wir übrigens jeder sein eigenes „Personal Entertainment System“, mit dem man viele verschiedene Filme und ein paar Spiele anschauen/spielen konnte. Dafür war in der Armlehne eine Fernbedienung mit ziemlich vielen Tasten untergebracht, die man je nach Verwendung senkrecht oder waagerecht halten musste. Das hat etwas an die Nintendo Wii erinnert. Einmal hab ich wohl zu viele Tasten hintereinander gedrückt, denn es passierte nichts mehr und nach 2 Minuten wurde der Bildschirm schwarz und es lächelte mir ein Pinguin neben ganz viel kleinem weißem Text entgegen. Die Bildschirme laufen also alle eigenständig mit Linux. Echt interessant! Und weil das alles so spannend war und man einen Film nach dem anderen sehen konnte, war es schneller als wir dachten kurz vor der Landung und damit zu spät zum Schlafen.
Die Einreise war okay. Der Beamte hat sich aber darüber beschwert, dass alle Leute immer nach „Vegas“ wollen. Ansonsten lief es aber alles gut ab. Nach der dritten Sicherheitskontrolle auf der Reise konnten wir auch endlich den letzten Flieger „boarden“.
Das Hotelzimmer in Anaheim ist schön und hat alles, was man sich wünscht. Deshalb haben wir uns sofort wohl gefühlt und so konnte der Urlaub richtig beginnen. Gleich nebenan ist Disneyland und ein weiterer Freizeitpark von Disney mit noch mehr Achterbahnen. Morgens ist es meist komplett bewölkt und diesig, klart aber sehr schnell auf und ab 10 Uhr ist es wolkenlos und damit sonnig. Das war bisher jeden Tag so! Jeden Tag gab es das Frühstück auch aus Styropor-Geschirr. Das ist für den Kaffee okay, aber für Corn Flakes und Toast wären harte Teller besser. In Deutschland könnte sich ein Hotel das nicht leisten, aber hier stößt es niemanden…

Disneyland und Hollywood

Da wir direkt an Disneyland unser Hotel haben, sind wir am ersten Tag einfach mal durch diese Gegend gelaufen. Neben den beiden Parks gibt es auch eine kleine Einkaufsmeile mit vielen Restaurants. Nachdem wir bis Mittags alles gesehen hatten und nicht mehr so recht Lust hatten noch große Entfernungen auf uns zu nehmen, sind wir (wo wir schon mal da waren) ins Disneyland gegangen. Im Vergleich zu deutschen Parks ist alles viel mehr eingepackt und verkleidet. Die Warteschlagen und auch die Achterbahnen selber sind liebevoll mit Kulissen versehen. Man sieht die ganze Technik nicht so. Nun haben wir auch das mal mitgemacht, wobei es hier viel für Kinder zu machen gab.
Ein wenig überraschend war die Fahrt durch Hollywood am nächsten Tag. Langweilige Straßenzüge und hier und da mal etwas, das einem etwas bekannt vor kam. Die Sterne am Hollywood Boulevard sind auch auf einmal da, wenn man aus der U-Bahn am die Oberfläche kommt. Da ist es schon spannender vor dem Kodak Theater zu stehen. Ob unsere Erwartungen hier falsch waren oder es einfach alles so normal ist? Den Glamour wie man ihn aus dem Fernsehen kennt, sucht man hier vergeblich. Bei der nächsten Oscar-Verleihung werden wir uns aber mit ganz anderen Gedanken die Berichterstattung anschauen.
Auf der typischen Hop-On/Hop-Off Tour sind wir spontan am Farmer’s Market ausgestiegen. Das war auch gut so, denn dort konnten wir was essen und ein bisschen an den vielen Ständen vorbei und durch die Gegend bummeln. Vielen Dank an dieser Stelle am meinen Kollegen Jan für den Tipp! Die Tour führte weiter am den Paramount Studios bis wieder zurück zu Graumann’s Chinese Theater, wo die berühmten Hand- und Fußabdrücke im Beton zu finden sind.
Die zweite Tour führte vor zu den Universal Studios oben auf den Berg, wo wiederum viele Shops und „Fressbuden“ aneinander gereiht waren. Den Eintritt in die Studios haben wir uns gespart, weil wir relativ spät erst da waren und ja gestern auch bereits im Disneyland waren. Dafür gab es eine individuell zusammen gestellte Tüte Süßes aus dem Laden „It’s only Sugar“.

Riesige Entfernungen und der Weg zum Strand

Nun sitzen wir schon über 1,5 h in einem Linienaus auf dem Weg zum Sand. Draußen ist Top-Wetter und hier drin sind es typische 18 Grad (oder so). Es kommen Gedanken auf, ob ein Mietwagen günstiger gewesen wäre. Naja, preislich nicht, zeitlich schon. Egal, jetzt sitzen wir im Bus.
Dazu kommt noch, dass der Busfahrplan dies eine Richtlinie ist und die Wartezeit zwischen den Bussen auch nicht vorhersehbar ist. Gleich sind wir da, am Pazifik.

Strand, Meer und Sonne!

Nun sind wir schon wieder auf dem Weg zurück zum Hotel. Wir waren Huntington Beach („Surf City USA“) ne Kleinigkeit essen und dann am Strand. Es war richtig schön und wir waren auch im Wasser! So kalt war das nämlich garnicht. Da waren auch so Rettungsschwimmer mit Boje wie bei Bay Watch.
Um unser Vortreffen für die Bustour heute Abend nicht zu verpassen sind wir jetzt schon wieder im Bus. Dadurch sind wir auch aus der Sonne raus. Man weiß ja nie, wie lang man noch unbeschadet die Strahlen übersteht.