Tagesarchiv für den 8. Juli 2006

May I see your ID, please?

Jaja, immer wieder lustig. Man bestellt zum Essen ein Bier oder möchte in eine Kneipe/Bar, kommt die Frage nach dem Ausweis. Die Leute sind meist ziemlich verdutzt, wenn sie einen deutschen Führerschein sehen und bitten dann hin und wieder, beim nächsten Mal doch bitte den Reisepass mitzubringen … nur ist den zu groß für die Hosentasche.

Baahstin oder Boston?

Wie auch immer man das aussprechen möchte, wir fahren jetzt nach New York und stehen am Bus Terminal vor dem Gate in einer ca. 100 m langen Schlange ganz vorne. Wie die Engländer stellen sich die Amis überall brav im einer Schlange an. Das funktioniert wirklich gut und man könnte das durchaus nach Deutschland importieren.

Einen längeren Bericht über Boston werde ich noch schreiben (aber nicht vom Handy). In 3 1/2 Stunden sind wir im NYC.

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Give me ice, ice, baby!

Außer in heißen Getränken ist Eis in jedem „Beverage“, den man im Becher bekommt. Das mag zwar den Raum für das eigentliche Getränk verkleinern, ist aber nicht so schlimm, weil man ohnehin meist ein kostenloses zweites Getränk (= Refill) bekommt. An heißen Tagen bestellt man sich nach der ersten Cola gerne noch eine zweite und ist später bei der Rechnung um so überraschter, dass die Kellnerin zu wenig Getränke abgerechnet hat … Bis einem der „free refill“ wieder einfällt.

Zum Thema Eis kommen mir die Klimaanlagen auch wieder ins Bewusstsein, die immernoch viel zu kalt eingestellt sind. Wir setzen uns abends lieber noch draußen als nach drinnen. Vom Gefühl her würde sagen, dass es etwa so kalt ist wie wenn man sich im Biergarten schon die Jacke oder den Pulli überschmeißen würde. Mann, das ist echt nervig!

Clamshell or Candybar?

Die meisten Menschen in D haben Handys in Barrenform (ein Block). Hier haben alle nur diese Klapphandys, die es bei uns nicht so viel gibt. Beim drüber Nachdenken (ja, wir sitzen immernoch im Bus) ist mir klar geworden, warum die „Clamshell“ heißen. Kevin aus Chicago hat uns die Geschichte von den „Steamed Clams“ im Blecheimer erzählt. Als Michel noch in Chicago wohnte, haben die beiden sich einmal einen Eimer Muscheln (Clams). Anstatt wie empfohlen drei kleine Feuer haben die beiden einfach ein großes gemacht, um die Muscheln soweit zu Garen, dass sie sich öffnen. Die Muscheln haben keine Perlen und man liest hier sehr oft von ihnen. Ich kenne mich nicht gut aus, aber es könnten Miesmuscheln sein.

Ina ist übrigens ein wenig eifersüchtig auf Kevin, weil der schon im neuen Campus in Verl (wo ihre Freudinnen auch schon oft waren), dem Sürenheider Schützenfest und der Fanmeile in Berlin war und davon ganz begeistern erzählt hat 😉

Kurze Hose, weiße Turnschuhe und Popcorn

Diese drei Sachen bringt man bei uns eher mit Leuten unterhalb von 30 Lenzen im Verbindung. Hier wird die Kleidung auch von Menschen im Alter meiner Eltern und Großeltern getragen. Das hat einerseits praktische Gründe und andererseits „darf“ man das hier auch. Nicht, dass es im Deutschland verboten wäre, man sieht es aber einfach sehr selten außerhalb der privaten Gärten.

Popcorn wird auch von Menschen aller Altersgruppen gegessen. Meist aber nicht süß, sondern salzig oder scharf. Es ist also mehr im Bereich der Chips und Cracker angesiedelt.

Trinkbrunnen

Eines muss man den Amis lassen: sie trinken immer genug. Ob aus der eigenen Flasche „all natural fresh and clear purified sping water“ oder eben aus einem der überall zu findenden Trinkbrunnen, die es immer in zwei Höhen gibt.

Wenn man nicht sowieso schon im Restaurant unaufgefordert Wasser mit Eis eingeschenkt bekommt, so kann man dies kostenlos bestellen. Es unterscheidet sich aber vom „bottled water“ dadurch, dass es einen leichten Chlorgeschmack hat. Hmm…

Mineralwasser, also mit Kohlensäure, ist nur sehr schwer zu finden. An den Kiosken findet man es schon garnicht. Da gibt es nur das stille Wasser la Volvic oder diverse Sorten süßer Klebebrause wie Cola usw.

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Con-DUCK-ted Tour durch Boston

Eine tolle und aeusserst unterhaltsame Tour durch Boston haben wir mit einem Amphibienfahrzeug der Duck Tours gemacht. Vorher waren wir auf dem Prudential Tower, um die Umgebung zu erkunden. Wieder einmal musste wir einen nicht gerade geringen Eintritt bezahlen. Es war aber gut, weil man auch eine Audiotour in Form eines kleinen digitalen Players bekommen hat, der einem alles moegliche ueber Boston in sehr gut verstaendlicher Sprache erklaert hat. So haben wir also nicht nur alles von oben gesehen, sondern auch viel ueber die Geschichte Bostons gelernt.

Anyways, die Tour durch die Stadt war von einem Typen geleitet, der unheimlich gerne und viel erzaehlt und dies immer wieder in (mal schlechte und mal gute) Witze verpackt hat. Direkt zum Einstieg hat er uns Leute auf der hinteren Bank gefragt, wo wir denn herkaemen und hat dies spaeter auch immer wieder spontan und sehr kreativ in die Boston-Story eingebaut. Die Englaender musste allerdings sehr oft dran glauben: Oh really?

Beim der Bootstour durch den Fluss durften die ganzen Kinder (6) jeder einmal lenken und er hat sie ausgefragt, wo sie herkaemen und hat dies auch immer wieder mit Geschichten oder Infos aus deren Staedten aufgewertet.

Nachdem wir wieder auf dem Wasser waren, hoerte sich unser DUKW so komisch an, dass unser Fahrer prompt einen neuen bestellt hat, der auch schon nach drei Minuten da war. Warten muss wir vor dem EF-Gebaeude, wo uebrigens auch ein Stueck der Berliner Mauer steht. Tja, das haetten wir ohnen unseren Breakdown nicht gesehen.

Halbfinale

Well, das Halbfinale war ja nicht so dolle. Interessant war aber, wie sich deutsche Fans in  der amerikanischen Sportsbar aufgefuehrt haben. Ich hatte meine kleine Deutschland-Flagge mit (die ich mit Torsten und Christian noch kurz vor meinem Urlaub geklauft habe). Die anderen Deutschen hatten eine „Mannsgrosse“ Flagge umgehaengt und sie haben sich so aufgefuehrt wie in Deutschland. Wahrscheinlich waren sie auch schon gut betankt.

Wir haben und dann doch eher an den Buffalo Wings und unseren Getraenken festgehalten und die anderen Leute und das Spiel beobachtet.

July 4 and the Boston Pops free concert

Wir sind genau passend zum 4. Juli in Boston gewesen. Wenn man irgendwo in den USA am „4th of July“ sein sollte, dann in Boston. Das bekannte Boston Pops Orcestra (John Williams hat die lange Zeit dirigiert!) gibt im Park von Boston jedes Jahr ein kostenloses Mega-Konzert. Wir waren leider etwas zu spaet (3 Stunden vorher) um noch passende Plaetze zu bekommen. Also haben wir uns gemuetlich in ein Strassencafe (ich finde die ganzen Sonderzeichen hier nicht) gesetzt und was gegessen und gequatscht. Im Fernsehen (gobt’s in jeder Bar/Kneipe/Restaurant) konnten wir alles gut verfolgen.

Zum Feuerwerk haben wir uns dann doch auf den Weg gemacht und noch einen sehr guten Platz am Fluss gefunden. Das Feuerwerk war das groesste und eindrucksvollste Deuerwerk mit den unterschiedlichsten Effekten, das wir je gesehen haben. Einige Raketen haben unglaublich grosse „Sterne“ erzeugt. Leider ist der ganze Rauch und der Muell (ja, Feuerwerk macht Muell) auf uns geregnet und nachher waren wir ein bisschen mit Asche bedeckt. Aber trotzdem ein toller Abend, der uns noch lange im Gedaechtnis bleiben wird!

Oreos, Bicycle Playing Cards, whatever …

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