Niagara Falls

Niagara Falls

Da Ina nicht auf die kanadische Seite konnte (anderes Visuam als ich), musste wir uns mit der amerikanischen zufrieden gebeben. Das ist allerdings auch nicht so ein Problem, wenn man nur die Sehenswuerdigkeiten betrachtet. Die sind naemlich alle auch auf der US-Seite sehr gut. Alles andere drum herum ist aber total verlassen und kaputt. Erst kuerzlich wurde ein riesiges Kasino gebaut, das das Nachtleben verbessern soll (Ina war ja soo froh, endlich mal wieder in ein Kasino zu gehen ;-)). Es ist so ungefaehr der einzige Ort, an dem Abends noch was los ist. Uns machte das nichts aus, da wir um 23:30 Uhr im Hostel sein mussten und Mitternacht alles Licht aus sein musste. Da wir am ersten Tag ueber Nacht gefahren sind und am zweiten immernoch ziemlich kaputt waren, machte uns das auch nicht viel aus, so einen „Curfew“ zu haben.

Nachdem also unser Greyhound-Bus mit a#%$@kalter Klimaanlage endlich angekommen war, haben wir uns schon auf ein kurzes Nickerchen in den frisch angemieteten Zimmern gefreut, um dann die Attraktionen von Niagara Falls unsicher zu machen. Es war allerdings erst halb acht morgens und das Zimmer war natuerlich noch nicht frei. Hmm… also Planaenderung und doch ohne erwarteten Schlaf und Dusche ab ins Getuemmel. Hmmm… amerikanische Seite… alles komisch… ahh, ein Visitor Center, sofort rein da! Die nette Dame an der Infotheke hat uns sofort eine Komplett-Tour angeboten. Wir waren recht erfreut darueber, aber doch skeptisch, denn sie sollte $69 kosten! Auf die Frage, was denn die einzelnen Attraktionen so kosten, sagte sie nur, dass wir ueberall $10 fuer das Parken bezahlen muessen und uns das keiner vorher sagt und alle Menschen boese sind und so weiter (nicht ganz so, aber ungefaehr ;-)). Gluecklicherweise haben wir uns entschieden, das nicht zu machen. Der Niagara Falls State Park bietet vieler serioesere Pakete an, die aber nur $24.50 kosten. Also: eine echte Frechheit von der ersten Frau!

Gut, mit dem grad erworbenenen Visitor Pass ging es zur Cave of the Winds. Es war wohlgemerkt 9 Uhr! Das war sehr praktisch fuer uns, weil um die Zeit nur wenige Leute unterwegs waren. Mit Muellsack-aehnlichen Raincoats ging es ab an den Fuss der US-Falls und damit in den „Mist“. So nennt man hier den Nebel, der durch die Faelle erzeugt wird. Nebel ist allerdings manchmal nicht mehr so ganz treffend, wenn man innerhalb von 1 Sekunde pitschnass wird!

Nass wurden wir auch bei einer Bootstour in die Mitte der Kanadischen Faelle („Horseshoe Falls“) mit der Maid of the Mist. Hier wurden uns jedoch viel bessere Regencapes gegeben, die auch wirklich was gebracht haben. Hier und da haben wir uns noch auf dem Rasen direkt an den Wasserfaellen (so ca. 10 m von der Fall-Kante) in der Sonne ausgeruht, um passend zu 4:30 Uhr wieder am Hostel zu sein. Endlich konnten wir Duschen (also jetzt richtig) und unsere Sachen wechseln.

Zum Abend haben in einem netten Restaurant was gegessen und sind dann wieder zu den Falls, um die Illumination und das Feuerwerk zu bestaunen. Die Beleuchtung selber ist jeden Tag, nur das Feuerwerk war zufaellig zum Canada Day. Wir haben also schon das zweite Feuerwerk gesehen! Die ganze Atmosphaere war sehr schoen, die Temperatur passend und ein wunderbarer Ausklang fuer einen anstrengenden Tag ohne viel Schlaf.

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